„Das ist doch kein richtiger Sport….”
Diesen Satz haben sicherlich viele Snooker-Fans schon gehört, wenn sie ihre Sportart Bekannten und Freunden erklärt haben.
Dass dies jedoch ein Irrtum ist, erkennt man erst auf den zweiten Blick. Sicherlich stemmen Snookerspieler während der Matches keine Gewichte und steuern auch keine PS-starken Boliden – die größte Herausforderung liegt auf einem anderen Terrain: der Konzentration.
Der mächtigste Feind des Spielers an einem Tisch ist er selbst. Wer jemals über einen längeren Zeitraum hinweg konzentriert bei einer Sache bleiben mußte, kennt dieses Problem: man schweift gedanklich ab und läßt sich von Kleinigkeiten ablenken.
Während eines – manchmal Stunden dauernden – Matches muß ein Snookerspieler absolut fokussiert bleiben. In Anbetracht einer voll besetzten Zuschauerarena ist dies sicherlich oft eine Herausforderung. Wer sich wundert, warum die Spielgeräusche vom Nachbartisch entgegen dem Klingeln der Handys oder der Hustenattacken von Zuschauern nicht als störend empfunden werden, dem sei erklärt, daß viele Spieler in Akademien oder Clubs trainieren. Das Klackern der Kugeln und die Ansagen der Referees gehören also zum gewohnten Rahmen, in dem die Konzentration antrainiert wird.
Der schwierigste Punkt ist wohl die mentale Überwindung eines Fehlers, der eventuell auch zum Verlust eines Frames führte. Hier nicht in Frustration zu versinken und sich geistig voll und ganz auf das vor sich liegende neu zu konzentrieren, ist ein wahres Meisterstück, das auch den erfahrensten Profis nicht immer gelingen kann. Denjenigen, die den Sport seit einigen Jahren verfolgen, sind sicher einige Situationen in Erinnerung, in denen auch bei den absoluten Top-Spielern der Frust ungebremst herausbrach – man denke nur an die vorzeitige Aufgabe von O’Sullivan gegen Hendry 2006.
Hinzu kommt, daß ein Spieler oft über lange Zeit regungslos in seiner Ecke verharren muß, um dann – bei einem Fehler des Gegners – urplötzlich geistig und körperlich präsent sein zu müssen.
Aber auch die körperliche Fitness ist in dieser Sportart relevant. Während eines Matches, welches sich oft über einen extrem langen Zeitraum hinziehen kann, wird der Tisch mehrfach umrundet. Dadurch legen die Spiele oftmals mehrere Kilometer zu Fuß zurück. Eine gewisse Beweglichkeit ist bei schwer erreichbaren Bällen auch von unschätzbarem Vorteil. Oft kann man beobachten, daß der Spieler quasi quer über dem Tisch liegend den Spielball gerade noch erreichen kann, wobei regelgerecht ein Fuß den Boden berühren muß. Viele Spieler binden daher auch ein körperlich orientiertes Fitnessprogramm in ihr Training ein, da dies auch den angenehmen Nebeneffekt hat, Stress abzubauen, abzuschalten und den Kopf freizumachen.
Snooker zählt zu den Präzisionssportarten, ist jedoch bei näherer Betrachtung auch eine Herausforderung an Körper an Geist, die nicht zu unterschätzen ist und schon den einen oder anderen Anhänger dieses Sports alleine beim Zuschauen ins Schwitzen bringen konnte.
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. Neben Spielern wie Stuard Bingham, Stephen Lee, Michael Holt, Michael Judge, Mark King, Joe Swail, Jimmy Michie und Tony Drago glänzten auch Spieler wie Mike Dunn, Alfie Burden und David Gilbert mit ihrer Anwesenheit – ein besonderes Highlight für die Zuschauer, da sie es bisher noch nicht zu dem bisher einzigen Pro-Am Snookerturnier nach Fürth geschafft hatten und wahrscheinlich zum ersten Mal in Deutschland spielten. Da konnte die kurzfristige Absage von den Topspielern Selby, Maguire, Day und Carter bei dem mit 20.000€ Gesamtpreisgeld dotierten Turnier doch leicht verschmerzt werden.